Freier Krieger Iiuthungen

Vom späten 2. Jh. n. Chr. bis ins Jahr 235 wurden die Geschicke des Römischen Reichs von der Severischen Kaiserdynastie gelenkt, benannt nach ihrem Begründer Septimius Severus, Kaiser von 193 bis 211. Eine Phase der Stabilität in der das Reich prosperierte. Doch durch den wachsenden politischen Einfluss des Militärs und mit dem Tot des letzten Severers, war der Weg geebnet für eine neue Generation von Kaisern: Die Soldatenkaiser blickten häufig auf eine Karriere als Kommandanten zurück und stützen ihre Macht maßgeblich auf ihre Soldaten, die sie ins Amt hoben. Jedoch handelte es sich allzu oft nur um eine kurzlebige Herrschaft, im wahrsten Sinne des Wortes. Zusammen mit den dynamischen Wechseln an der Reichsspitze kam es zu Problemen im Inneren in den Bereichen der Wirtschaft und Verwaltung. Außerdem stellte an den Grenzen im Osten das neupersische Sassaniden-Reich eine ernst zunehmende Bedrohung dar und auch am germanischen Limes lauerte Gefahr. In den letzten Jahrhunderten hatte es unterschiedlichste Beziehungen zu den Nachbarn gegeben, die unter dem Begriff Germanen zusammengefasst wurden: Bündnisse und Dienst im römischen Heer, Handel, aber auch Expansionsbestrebungen der Römer und germanische Raubzüge. In das 3. Jh. fällt nun die erste Erwähnung des germanischen Verbunds der Alamannen. Bereits ihr Name, der soviel beutet wie „Allmänner“ deutet an, dass es sich bei ihnen nicht um einen ethnisch homogenen Stammesverband handelt, sondern vielmehr um einen Schmelztiegel für Personen und Gruppen aus verschiedenen Teilen des freien Germaniens. Unter ihnen sind etwa Sueben von der Elbe, Bucinobanten und auch die Iiuthungen. Letztere überqueren im Frühjahr 260 die Donau und ziehen auf der Suche nach Beute gen Süden. Der Ausgang dieser Unternehmung ist eng mit der Stadt Augsburg verbunden und auf dem Augsburger Siegesalter verewigt. Blicken wir zurück, was uns diese und andere Quellen der Zeit über die Menschen und Ereignisse dieser Epoche verraten.
Hier seht Ihr meinen Versuch einer Darstellung eines freien Kriegers Ende des 3. Jahr n.Chr. Belegt durch Fundlagen im Großraum Augsburg und den nicht römischen Gebieten zu jener Zeit.

 

 
Man nennt mich Ulfger der Jäger,
vom Stamm der Iuthungen. Ich kam mit meinen Eltern und vielen anderen Familien aus dem Gau an der Grimma zu dem großen Fluss, den die Römer Danuvius nennen. Unser Oberhaupt schloss mit den Römern einen Vertrag, der uns gutes Land, Handelsbeziehungen und Reichtum versprach. Im Gegenzug sollten wir als friedliche Pufferzone zum wilden Germanien dienen. Die Römer waren zu dieser Zeit uneins und kämpften nicht nur gegen die Bünde der Alamanni, sondern auch  untereinander. So war es ein guter Handel für beide Seiten. Doch die Römer waren keine ehrbaren Vertragspartner. Sie forderten Soldaten und hohe Abgaben doch im Gegenzug verwehrten Sie immer öfter die Handelsbeziehungen.
Wütend über die Ehrlosigkeit und angeheizt durch den Truppenabzug, beschlossen einige unserer Anführer, sich zu holen, was uns zugesichert war. Viele Männer zogen los, um Beute zu machen. Auch ich schloss mich einem Heereszug an, wir plünderten und brandschatzten die Stadt Cambodunum, dann zogen wir weiter über die Berge nach Italien. Auch hier war uns das Kriegsglück hold und wir machten reiche Beute. Reich an Gold, Silber und Sklaven zogen wir Richtung Heimat. Nahe Augusta Vindelicum wurden wir von einem Heerzug der Römer eingeholt.
Nun gilt es, diese Stadtarmee will uns siegreichen Juthungen aufhalten! Haha Teiwaz gib mir Kraft!